Dritter Lernort und BMS – Zur Reform der Berufsbildung

(Last Updated On: August 30, 2013)

Ab 1986

Die Lernorte „Betrieb“ und „Berufsfachschule“ wurden in den letzten Jahrzehnten nach und nach durch einen dritten Lernort ergänzt. Er ist in erster Linie bestimmt zur Einführung Lernender in Berufstätigkeiten nach didaktischen Grundsätzen als Vorbereitung auf deren Vertiefung im Rahmen der auftragsgesteuerten Tätigkeit im Lehrbetrieb. Dies erfolgt heute mehrheitlich in den „überbetrieblichen Kursen“, früher treffender „Einführungskurse“ und vorher „Grundschulkurse“ genannt. Die Stärkung dieses dritten Lernorts, im gegenwärtig gültigen Berufsbildungsgesetz erstmals als obligatorischer Teil der Grundbildung aufgeführt, ist für mich die wichtigste Reform der Berufsbildung in den letzten Jahrzehnten, weshalb ich mich immer wieder vertieft damit beschäftigt habe, vgl. dazu die unten erwähnte Festschrift.

Aber auch weitere Reformen – insbesondere die Entwicklung der Berufsmittelschule hin zum Berufsmaturitätsunterricht waren immer wieder Anlass für Untersuchungen, Vorträge, Tagungen, Publikationen.

Publikationen
Wettstein Emil (1988): Vom dualen zum trialen System. In lehren&lernen Berufsfeld Elektrotechnik 4(1988)14, S. 104-110
Goetze Walter u.a. (2002): Der dritte Lernort Bildung für die Praxis, Praxis für die Bildung. Bern: h.e.p. (Festschrift zum 60. Geburtstag von Emil Wettstein)
Bürgi Katharina, Martin Margret, Wettstein Emil (1991): Berufsmittelschulen heute. Stand 20 Jahre nach ihrer Einführung. Zürich: SGAB. (auch in Französisch und Italienisch erschienen).

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